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KISI (KAE-IN-SOG-IN)

Selbstverteidigung für behinderte Menschen insbesondere Rollstuhlfahrer/innen.

KISI steht für KAE-IN-Sog-In, welches vom Wort her aus dem koreanischen kommt und übersetzt Vielfalt bedeutet.  Dieses System wurde in den neunziger Jahren entwickelt und hat das Ziel, Menschen mit Behinderung für den Ernstfall in Selbstverteidigung auszubilden. 

 

Bedingt durch verschiedene Umstände und Unstimmigkeiten zwischen den Markenrechteinhaber und dem Entwickler setzte sich dieses System leider nicht bundesweit durch.

 

Seit der Gründung von KAE-IN-SOG-In ist viel Zeit ins Land gegangen und das Thema Selbstverteidigung für behinderte Menschen muss neu definiert und weiterentwickelt werden. Als Mensch mit einer angeborenen Querschnittslähmung ist es mein Anspruch das System an die heutigen Gegebenheiten anzupassen und mit neuen Techniken auszustatten. Das langfristige Ziel ist die Entwicklung eines Trainingsprogramm sowie ein Technik und Prüfungsprogramm, welches darauf ausgerichtet ist, dass sich behinderte Menschen im Notfall verteidigen können. 

Das deutsche Kampfsportmuseum definiert die Historie auf seiner Internetseite wie folgt:

„Kae-In-Sog-In   
Eine speziell für die Bedürfnisse behinderter Menschen konzipierte Kampfkunst ist Kae-In-Sog-In. Ihr Begründer ist Horst M. Kohl (6. Dan im Taekwondo, 7. Dan im Kae-In-Sog-In durch die IFMAC und IBDF).   

Eine kurze Chronologie: 

  • 1994 (Herbst): Erster Lehrgang in SV in Kitzingen Florian-Geyer-Halle

  • 1995 (Frühjahr): Beginn mit Teilnehmer*innen aus vorherigem SV-Lehrgang Erweiterung und Adaption der Inhalte, weil feste Kata/Pomse der gängigen Kampfkunst-Stilarten nicht von allen Menschen mit Beeinträchtigungen regelkonform ausgeführt werden können. Stilartübergreifend werden die Übungen den Fähigkeiten der Teilnehmer modifiziert und entwickelt.

  • 1997: Erweiterung mit Slow-Motion-Arts und nachfolgend der Blasrohrsport.

  • Übungsleiter-Ausbildung für Kae-In-Sog-In seit 2005 in Kitzingen und Coburg ab 2010, Anerkennung durch verschiedene Landessportverbände im Behindertensportbereich.

  • 2013: Allgemeine Umstellung der Übungsleiterausbildung im Behindertenbereich und damit Beendigung der Fachausbildung in Coburg.“ (Quelle Kampfsportmuseum/ Website) 

Hier möchten wir neu ansetzen und das System wieder aufleben lassen. Ziel ist Selbstverteidigungstrainer/innen für Menschen mit Behinderung in KAE-IN-SOG-In fortzubilden und behinderte Menschen inklusiv im Bereich Selbstverteidigung zu schulen. 

 

Wir denken hierbei nicht an Sport sondern eher an Selbstverteidigung und Kampfkunst. Interessierte Trainerinnen und Trainer aus der Selbstverteidigung, welche  ebenfalls als der Weiterentwicklung bzw. Neuauflage dieses Systems interessiert sind, nehmen gerne Kontakt zu uns auf.